Ganztagsschulverband e.V.
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Sie sind hier: Bundesverband >> AktuellesPresseerklärung des Ganztagsschulverbandes vom 9. Dez. 2013

Information des Ganztagsschulverband GGT e.V.


Presse-Mitteilung
Publiziert am 09. Dezember 2013


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Der Ganztagsschulverband GGT e. V. erwartet von der zukünftigen Berliner Koalition ein klares, finanzielles und politisches Bekenntnis zur Ganztagsschule
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++++ Presseerklärung zum Berliner Ganztagsschulkongress (6.und 7.12.2013) +++


Berlin/Bad Camberg - Der Bundesvorstand des Ganztagsschulverbandes kritisiert die wenig aussagekräftigen und sehr stark interpretierbaren Aussagen des Koalitionsvertrages zur Ganztagsschule. Der einzige Satz in der Präambel des Koalitionsvertrages, wonach "Ausbau und Qualität der Kitas und Ganztagsschulen den Bildungserfolg der Kinder verbessern" rückt den weiteren Ausbau der ganztägig arbeitenden Schulen in Deutschland weder in genügendem Maße in den Blick noch in die Mitverantwortung der neuen Bundesregierung. Schlimmer noch: Der Bundesvorstand befürchtet, dass nach den Aussagen des Bildungsstaatssekretärs Thomas Rachel (BMWF) beim Ganztagsschulkongress im Berliner Congresscentrum (BCC) die seit zehn Jahren hervorragend arbeitenden Serviceagenturen in spätestens zwei Jahren der Vergangenheit angehören werden. Er stellte in Aussicht, dass diese bisherige Aufgabe des Bundes in Zukunft durch die 16 Bundesländer übernommen werden müsse, weil das Kooperationsverbot laut Koalitionspapier nicht aus dem Grundgesetz gestrichen wird.

Da der Koalitionsvertrag sich bisher wie eine wohlmeinende Absichtserklärung liest und in seiner Ausgestaltung sicher noch ausdifferenziert wird, hoffen die Teilnehmer des Berliner Ganztagsschulkongresses und der Bundesvorstand des Ganztagschulverbandes weiter auf die klare positive Positionierung und das Engagement des Bundes beim quantitativen und qualitativen Ausbau der Ganztagsschulen in Deutschland, so wie es vor nunmehr zehn Jahren die letzte Schröderregierung mit dem Programm IZBB (Investitionsprogramm Zukunft Bildung und Betreuung) in vorbildlicher und nachhaltig wirkender Weise durchführte.

Hierzu bringen wir die Entschließung unseres Bundeskongresses 2013 in Erinnerung: Presseerklärung und Beschluss des Ganztagsschul-Bundeskongresses (20.-22.11.2013) in Augsburg

Der Bundeskongress des Ganztagschulverbandes tagte vom 20.-22.November 2013 in Augsburg und fordert einstimmig die politischen Entscheidungsträger in Deutschland auf:

1. das bestehende , grundgesetzliche Kooperationsverbot im schulpolitischen Bereich aufzuheben,
2. durch ein zweites Programm zum Ausbau der Ganztagsschulen die Entwicklung der ganztägigen Bildung und Erziehung voranzutreiben,
3. für jeden, der das möchte, einen erreichbaren Platz an einer Ganztagsschule gesetzlich zu garantieren (Fortschreibung des garantierten Kindergartenplatzes im schulischen Bereich) und
4. den entgeltfreien Besuch einer Ganztagsschule sicher zu stellen. Der Ganztagsschulverband setzt sich seit mehr als 57 Jahren für die Einrichtung und den Ausbau der Ganztagsschulen in Deutschland ein. Er unterstützt und berät Schulen in pädagogischen und organisatorischen Fragen und engagiert sich in und für die Fortbildung der an Ganztagsschulen tätigen Schulleitungen, Lehrkräfte und des pädagogischen Personals.

Gute Ganztagsschulen haben sich in den wissenschaftlichen Studien der letzten Jahre u. a. als besonders erfolgreich erwiesen bei:

. der Reduzierung der negativen Kopplung zwischen sozialer Herkunft und dem Bildungserfolg der Kinder,
. der Stressreduzierung durch die Veränderung der Unterrichtsmethoden und des Zeittaktes in der Schule,
. der Gestaltung und Implementierung von partizipativen und selbstverantwortlichen Lernformen und
. der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Der bundesweit und quantitativ in den vergangenen Jahren erfolgte Ausbau der ganztägigen Angebote wurde in erster Linie durch das 4 Milliarden Euro umfassende "Investitionsprogramm Zukunft Bildung und Erziehung" ermöglicht.

SPD und CDU haben in ihren Wahlprogrammen des Jahres 2013 den Ausbau der Ganztagsschulen und der ganztägigen Betreuung angekündigt.

In den bisher bekannt gewordenen Aussagen über den Stand der Koalitionsverhandlungen im Bereich der Bildung ist eine Einigung zwischen den zukünftigen Partnern über ein neues Ganztagsschulprogramm nicht erkennbar. Ganztagsschulen sind nach Ansicht des Ganztagsschulverbandes eine nur in gesamtgesellschaftlicher Verantwortung zu lösende Aufgabe für den Bund, die Länder und die kommunalen Schulträger, die nur in kooperativer Weise zu bewältigen ist.


Presse-Kontakt:

Ganztagsschulverband GGT e.V.
Rolf Richter, 1. Vorsitzender,
Am Kindergarten 2,
65520 Bad Camberg
Tel.: 015228981426, Fax: 032121292789,
Email: richter@ganztagsschulverband.de
www.ganztagsschulverband.de


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