Interessenvertreter für Ganztagsschule
Seit mehr als 50 Jahren setzt sich der Ganztagsschulverband für Idee und Praxis der Ganztagsschule in Deutschland ein.
Der Verband versteht sich als bundesweit agierender Interessenvertreter, der im Austausch mit Bildungspolitik und -administration, mit Lehrer- und Elternverbänden seine pädagogischen und sozialpolitischen Argumente in die Debatte trägt.
Der Ganztagsschulverband Gemeinnützige Gesellschaft Tagesheimschule (GGT) e. V. wurde 1955 gegründet. Seine Aufgabe ist die Förderung und Entwicklung von Ganztagsschulen. Insbesondere will der Verband:
- die Idee der Ganztagsschule als eine aus pädagogischen und sozialpolitischen Gründen notwendige Schule mit besonderer Zielsetzung mit Tagungen, Studienreisen und Lehrgängen in die Öffentlichkeit tragen;
- Regierungen und Schulträgern konkrete Vorschläge für die Gesetzgebung in Bezug auf die Ganztagsschule, deren äußere Gestaltung und pädagogische Arbeit unterbreiten;
- zu Stiftungen für die Einrichtung von Ganztagsschulen anregen;
- der Lehrerbildung und der Lehrerfortbildung empfehlen, die Probleme der Ganztagsschule in ihre Programme aufzunehmen und fachkundig zu behandeln;
- den vorhandenen Ganztagsschulen den Austausch von Erfahrungen ermöglichen;
- durch Anregungen von Forschungsaufträgen die wissenschaftliche Begründung von Teilbereichen sicherstellen.
1958 wurden in Frankfurt und Kassel die ersten öffentlichen Tagesheimschulen in der Bundesrepublik eingerichtet. Inzwischen hat sich die Zahl der öffentlichen und privaten Ganztagsschulen auf über 1750 erhöht (private Heimschulen und Internate nicht eingerechnet). 1970 wurden der Landesverband Baden-Württemberg des Ganztagsschulverbandes gegründet, 1988 die Landesverbände Nordrhein-Westfalen und Hessen, 1989 der Landesverband Niedersachsen, 1990 die Landesverbände Sachsen und Sachsen-Anhalt, 1991 der Landesverband Hamburg, 1993 der Landesverband Bayern, 1997 der Landesverband Schleswig-Holstein, 2002 der Landesverband Rheinland Pfalz, 2003 der Landesverband Brandenburg, 2005 die Landesverbände Berlin und Bremen sowie 2006 der Landesverband Thüringen.
Sie haben sich zum Ziel gesetzt, die Interessen der Ganztagsschulen in diesen Bundesländern regional intensiver zu vertreten und Initiativen zu fördern.
Der Ganztagsschulverband hat derzeit Mitglieder in allen Bundesländern und im benachbarten, deutschsprachigen Ausland. Es sind pädagogisch interessierte Personen aus den unterschiedlichsten Berufsgruppen, zudem gehören dem Verband Ämter, Schulen, Heime, Lehrervereinigungen, Kirchenverbände, Fortbildungsinstitutionen, Firmen und Bibliotheken an.
Viele Mitglieder haben bereits die Gelegenheit wahrgenommen auf Studienreisen, die vom Verband organisiert wurden, die schulischen Einrichtungen anderer europäischer Länder kennenzulernen.
Die vom Ganztagsschulverband herausgegebene Zeitschrift "Die Ganztagsschule" (früher: "Tagesheimschule") erscheint dreimal im Jahr und kann im Jahresabbonement von 20,- EUR bezogen werden. Sie enthält alle wichtigen, die Ganztagsschule betreffenden Informationen, grundlegende Aufsätze und Erfahrungsberichte. Auch die Ankündigung und die Programmabfolge des jährlichen Ganztagsschulkongresses werden hier veröffentlicht.
Die Zeitschrift ist nicht im Handel erhältlich. Sie wird den Mitgliedern des Verbandes kostenlos zugesandt. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 30,– EUR pro Jahr.
