Ganztagsschulverband e.V.
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Berichte aus Ganztagsschulen des Landes Bremen



Schulen, die ihre Besonderheiten vorstellen möchten, senden ihre Berichte bitte an jaracewski@ganztagsschulverband.de


 

Gespräch des Landesvorstandes mit der Senatorin für Bildung und Wissenschaft

am Dienstag 23.04.2013 von 08.00 bis 09.15 Uhr


Teilnehmer/-innen: Frau Senatorin Prof. Dr. Quante-Brandt; Frau von Ilsemann (Leiterin der Abteilung Bildung) Frau. Lenz (Ganztagsschulreferentin)
Für den Landesvorstand: Herr Lorenz, Frau Baasen, Herr Dohrmann, Frau Hempe-Wankerl, Frau Lange, Frau Nebgen


Nach der Vorstellung der Teilnehmer/-innen stellt der Landesvorsitzende die Ziele des Verbandes vor und erläutert die Entstehung und die Intention des vorgelegten Grundsatzpapiers, das der Senatorin bereits bekannt ist. Auch die Stellungnahme des Verbandes zum Entwurf der Ganztagsschulverordnung wird erläutert und die Änderungswünsche des Landesverbandes begründet.


Frau Senatorin bedankt sich für das Engagement des Verbandes und verdeutlicht, dass die fachlichen Überlegungen und Begründungen weitgehend geteilt würden und teilweise auch bereits in die Bearbeitung des Entwurfs übernommen worden seien. Sie weist aber auch darauf hin, dass die finanziellen Möglichkeiten des Ressorts der Umsetzung der Forderungen nach der gebundenen Ganztagsschule zurzeit entgegenstünden.


Der seitens des Landesverbandes im Entwurf der Verordnung kritisierte Begriff der „Betreuung“ führt zu einer Diskussion. Die Senatorin begründet die Verwendung des Betreuungsbegriffes mit der im Schulgesetz verwendeten Begrifflichkeit. Es wird über mögliche Alternativen gesprochen. Dabei werden die Begriffe formale – non-formale; formelle – informelle Bildung gegeneinander gestellt. Sie sollen auf ihre Verwendbarkeit geprüft werden. Besonders unser Hinweis auf die Bedeutung der Wertschätzung der Arbeit der Erzieherinnen als sozialpädagogische Fachkräfte sowie die negative Besetzung des Betreuungsbegriffes werden von der Senatorin ernst genommen.


Wir machen auch auf die Schwierigkeiten in den Oberschulen aufmerksam, die durch die Finanzierung für nur 50% der Schüler einer Schule entstehen; denn dadurch endet die Ganztagsschule de facto nach der 7. Jahrgangsstufe. Auch die Senatorin hält eine Finanzierung für mindestens 60% der Schüler in den Oberschulen für richtig und nötig, sie sei jedoch gegenwärtig in keinem Fall für darstellbar.

Diskutiert wurden die Möglichkeiten der pädagogischen Rhythmisierung an drei Wochentagen in der Zeit bis 16.00 Uhr und die Begrenzung des Unterrichts an zwei Wochentagen auf die Zeit bis 14.00 Uhr. Unsere vorgebrachten Argumente wurden aufgenommen und sollen behördenintern zu weiteren Überlegungen führen. Wichtig ist der Senatorin allerdings eine konkrete Festschreibung der Zeiten, da sie die Nutzung der „Freiheit“ durch die Schulen für problematisch hält.


Auch die Einschätzung, dass die Unterschiedlichkeit der Stadtteile beachtet werden müsse und deren teilweise deutliche soziale Schieflage, die von den Schulen zu bewältigen ist, wird von der Senatorin geteilt. Sie erkennt an, dass immer geprüft werden müsse, was nötig, was möglich und was zu leisten sei.


Der Landesverband weist noch einmal auf die hohe Bedeutung der Sozialarbeit in den Ganztagsschulen hin. In diesem Zusammenhang bezeichnet die Senatorin die Finanzierung der Sozialarbeiterstellen im Rahmen des Programms „Bildung und Teilhabe“ als „vergiftetes Geschenk“, das man angenommen habe. Es sei aber keinesfalls möglich, eine weitere Finanzierung über den 31.12.2013 hinaus aus Landesmitteln darzustellen. Es wird darum gebeten zu prüfen, ob nicht zumindest für die drei „QUIMS-Schulen“ (Qualität in multikulturellen Schulen und Stadtteilen) eine Weiterführung der Stellen erreicht werden kann.


Der Landesvositzende verdeutlicht abschließend, dass die hohen Ressourcenansprüche, die eine flächendeckende Einführung der gebundenen Ganztagsschule mit sich bringt, von der finanziellen Ausstattung der Kommunen nicht zu leisten sei. Nur durch eine Aufhebung des Kooperationsverbotes zwischen Bund und Ländern könne dieses Ziel erreicht werden. Dieser Meinung wird nicht widersprochen.


Beide Seiten bedanken sich am Ende für das informative und konstruktive Gespräch.


Inklusion und Ganztagsschule

Anlässlich der Jahreshauptversammlung am 29. Mai 2013 referierte Mario Dobe, Projektleiter „Inklusion“ in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Berlin zum Thema "Inklusion und Ganztagsschule".

 

Hier finden Sie eine Zusammenfassung seiner Präsentation:

  [PDF] Mario Dobe: "Inklusion und Ganztagsschule"


Ganztagsschule inklusiv entwickeln

Ebenfalls anlässlich der Jahreshauptversammlung am 29. Mai 2013 referierte Angelika Fischer, Clara-Grunwald-Schule, Hamburg zum Thema "Ganztagsschule inklusiv entwickeln.

Hier finden Sie eine Zusammenfassung ihrer Präsentation:

 [PDF] Angelika Fischer: "Ganztagsschule inklusiv entwickeln"



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